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Energiekonzept oder iSFP: Was Eigentümergemeinschaften vor dem Heizungstausch wirklich brauchen

Autorenbild: Sebastian Heinrich
Sebastian Heinrich
26. Sept.
3 Min. Lesezeit

Die Heizung im Mehrfamilienhaus ist über 20 Jahre alt, der Wartungsdienst wird bei jedem Termin deutlicher, und im Herbst steht das Thema auf der Tagesordnung der Eigentümerversammlung. Spätestens dann fällt der Satz, der die Diskussion zuverlässig ausbremst: „Brauchen wir dafür nicht erst ein Energiekonzept? Oder doch einen iSFP?“ Die beiden Begriffe werden oft in einen Topf geworfen. Sie beantworten aber unterschiedliche Fragen, und wer den falschen Weg wählt, verliert Monate.

Energiekonzept: die Entscheidungsgrundlage für den Heizungstausch

Ein Energiekonzept beantwortet eine eng begrenzte Frage: Welche Anlagentechnik passt zu diesem Gebäude, und was bedeutet das für Technik, Ablauf und Budget? Dafür erfassen wir den Bestand, berechnen die Heizlast raumweise nach DIN EN 12831, prüfen Vorlauftemperaturen und die vorhandenen Heizkörper und stellen mehrere Varianten gegenüber. Wärmepumpe, Fernwärme oder eine Hybridlösung: Was in Frage kommt, hängt am Gebäude und nicht am Katalog eines Herstellers. Am Ende haben Sie einen Variantenvergleich, den auch Eigentümer verstehen, die nicht vom Fach sind.

Das Energiekonzept ist außerdem die Vorstufe zum Anforderungskatalog. Erst wenn feststeht, was gebaut werden soll, lässt sich sauber beschreiben, was die Fachbetriebe anbieten sollen. Und erst dann sind drei Angebote wirklich vergleichbar.

Der iSFP ist etwas anderes, und das ist gut so

Der individuelle Sanierungsfahrplan, kurz iSFP, ist eine geförderte Gesamtberatung durch zertifizierte Energieberater. Er nimmt das ganze Gebäude in den Blick: Dach, Fenster, Außenwände, Keller, Lüftung und Anlagentechnik. Das Ergebnis ist ein Stufenplan über mehrere Jahre, der zeigt, in welcher Reihenfolge die Maßnahmen sinnvoll aufeinander aufbauen.

Ein Energiekonzept von E3 Technik ist kein iSFP und ersetzt ihn auch nicht. Wir rechnen die Gebäudehülle nicht durch und stellen keinen Sanierungsfahrplan aus. Wenn Ihr Vorhaben einen iSFP braucht, sagen wir Ihnen das offen und vermitteln an zertifizierte Energieberater.

Woran Sie erkennen, was Sie gerade brauchen

Als grobe Orientierung, die sich im Erstgespräch immer wieder bewährt:

  • Die Heizung ist alt oder bereits ausgefallen und eine Entscheidung steht in den nächsten Monaten an: Energiekonzept.

  • Die Eigentümergemeinschaft will die Sanierung des ganzen Gebäudes über Jahre planen: iSFP.

  • Es liegen bereits Angebote vor und niemand kann erklären, warum sie so weit auseinanderliegen: Energiekonzept und Anforderungskatalog.

  • Im Mittelpunkt stehen Dämmung, Fenster und Gebäudehülle: iSFP.

  • Sie brauchen eine Beschlussvorlage für die Eigentümerversammlung, die auch kritische Rückfragen aushält: Energiekonzept.

Warum die Reihenfolge über den Preis entscheidet

In vielen Eigentümergemeinschaften im Raum Frankfurt läuft es andersherum. Erst werden drei Betriebe angerufen, dann liegen drei Angebote auf dem Tisch, und niemand kann erklären, warum das teuerste fast doppelt so hoch ist wie das günstigste. Der Grund ist fast immer derselbe: Jeder Betrieb hat sich seine eigene Lösung überlegt, weil ihm niemand gesagt hat, was gefordert ist. Nachträge während der Bauzeit sind dann vorprogrammiert.

Mit einem Energiekonzept drehen Sie die Reihenfolge um. Erst die Entscheidung, dann der Anforderungskatalog, dann die Angebote. Das kostet am Anfang ein paar Wochen und spart hinten deutlich mehr, weil alle Betriebe dasselbe anbieten und Sie Äpfel mit Äpfeln vergleichen.

Und die Fördermittel?

Wir klären, welche Fördermittel für Ihr Vorhaben in Frage kommen und was das für die Reihenfolge der Schritte bedeutet. Die Antragstellung selbst übernehmen wir nicht: Das macht entweder das ausführende Fachunternehmen oder ein zertifizierter Energieberater, an den wir vermitteln. Wir koordinieren das Verfahren zwischen Ihnen, dem Fachunternehmen und dem Energieberater, damit kein Fördergeld liegen bleibt. Für die Antragstellung und die Fristen des Förderprogramms bleibt der Antragsteller verantwortlich. Was konkret passt, besprechen wir im Erstgespräch, weil es stark vom Gebäude und vom Zeitpunkt abhängt.

Ob Energiekonzept oder iSFP: Die Weichenstellung gehört an den Anfang und nicht irgendwo zwischen das zweite und das dritte Angebot. Wir beraten unabhängig, arbeiten zu Festpreisen und nehmen keine Provision von Handwerksbetrieben. Entscheiden tun Sie, wir sorgen dafür, dass die Entscheidung auf belastbaren Zahlen steht.

Schildern Sie uns kurz Ihr Vorhaben. Wir melden uns zeitnah für ein unverbindliches Erstgespräch.

 
 
 

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